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Aktuelles

28.09.2017

Lokal-TV-Kongress 2017:
Und jetzt bitte handeln!


Potsdam, 28.09.2017. Mit dem Abschlussplenum „Wie geht’s weiter?“ ging heute der dritte Lokal-TV-Kongress in Potsdam der fünf ostdeutschen Landesmedienanstalten zu Ende.

René Falkner, Vorsitzender des Vorstandes des Bundesverbandes Lokalfernsehen (BLTV) dankte den Landesmedienanstalten MABB, SLM, TLM, MSA und MMV für einen gelungenen Kongress, fordert aber anschließende Maßnahmen, um präsentierte Vorschläge für ein vielfältiges und lebensfähiges Lokal- und Regionalfernsehen auch umsetzen zu können.

„Viele Ideen zur Programmgestaltung und innovativem Lokalfernsehen wurden in diesem und den zurückliegenden Lokal-TV-Kongressen präsentiert. Das grundsätzliche Problem, die Sender - die inzwischen in vielen Nischen öffentlich-rechtliche Aufträge erfüllen-, mit den dazugehörigen finanziellen Mitteln auszustatten, wurde aber nie gelöst. Das ist aber Voraussetzung, um die Bildschirme und Smartphones mit den gewünschten, qualitativ hochwertigen Inhalten füllen zu können“, so René Falkner. Beispiele, wie dies funktionieren könnte, gäbe es mit den Modellen in Bayern, der Schweiz, Österreich oder Großbritannien zur Genüge.

Die bisherige Festlegung auf ausschließlich technische Unterstützung reiche zur Herstellung von Inhalten in keiner Weise aus. Eine passive bis ignorante Haltung der Medienpolitik der Bundesländer habe auch im letzten Jahr zu einem anhaltenden Sendersterben beigetragen. Immer mehr Regionen würden in Folge nicht mehr ausreichend mit lokalen und glaubwürdigen Informationen versorgt werden können, betonte Falkner. Zudem müssten gleiche Rahmenbedingungen für alle geschaffen werden, die auch für die ‚Global Player’ am Markt gelten, um Lokaljournalismus künftig noch finanzieren zu können. „Regionale Werbegelder fließen derzeit aus den Regionen ab, die deutsche Mediengesetzgebung ist hier in keiner Weise mehr zeitgemäß.“

Verbale Forderungen nach einer materiellen Unterstützung der Sender seitens der Landesmedienanstalten reichten nicht mehr aus, mahnt der BLTV-Vorstandsvorsitzende. Dringendes Handeln seitens der politischen Akteure sei nun gefragt, soll das stets betonte Interesse an einer vielfältigen lokalen Medienlandschaft und Demokratiebildung im Lokalen keine leere Floskel bleiben.

Lokale Fernsehvertreter aus Ostdeutschland und darüber hinaus diskutierten auf dem dritten Lokal-TV-Kongress in Potsdam über innovative Fernsehformate, Veränderungen im Zuschauer- und Nutzerverhalten sowie die angespannte finanzielle Lage lokaler Fernsehveranstalter in Deutschland.

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Für Interviewanfragen steht René Falkner, Vorsitzender des Bundesverbandes Lokalfernsehen (BLTV) gern zur Verfügung.

Lokal-TV-Kongress – der wichtigste Branchentreff für die Macher von Lokal-TV in Ostdeutschland.

27./28. September 2017, Resort Schwielowsee


www.lokal-tv-kongress.de

Für den Bundesverband Lokalfernsehen (BLTV )diskutiert: René Falkner, Vorstandsvorsitzender

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Herr Falkner, warum ist der Lokal-TV-Kongress wichtig?
Beim Lokal-TV-Kongress sind auch alle Ostdeutschen Landesmedienanstalten gemeinsam Veranstalter, dies sehen die lokalen TV-Sender sehr positiv. Die Probleme und Chancen ähneln sich in den neuen Bundesländern, daher ist es wichtig, das sich alle Beteiligten im Austausch befinden. Der Lokal-TV-Kongress hat sich zu dem Branchentreff für lokales Fernsehen in Deutschland entwickelt. Es wäre schön, wenn die Bedeutung in Zukunft noch weiter steigt. Im Namen der TV-Veranstalter möchte ich mich bei den Landesmedienanstalten für die Initiative bedanken. 
 
Was hat sich seit dem letzten Kongress verändert, bewegt, entwickelt?
Negativ ist, dass einige Sender ihren Betrieb aufgegeben haben, aber es gibt auch neue Anbieter. Positiv ist, dass die Sender stärker mit einer Stimme sprechen. Außerdem hat die Digitalisierung bei vielen Anbietern große Fortschritte gemacht, es gibt aber auch in diesem Bereich noch viel zu tun. Die Diskussion über die Finanzierung von lokalen TV-Veranstaltern hat merklich an Fahrt aufgenommen. Inzwischen werden verschiedene Vorschläge diskutiert. Allerdings eilt die Zeit, da der Werbemarkt sich immer schneller ändert.
 
Welche Fragestellungen sind für Lokal-TV aktuell zu klären?
Hier sehe ich zwei Probleme, einerseits das bekannte Thema der Finanzierung von lokalen Informationen. Weiterhin auch die Gleichbehandlung von sozialen Netzwerken wie Facebook und den lokalen TV-Sendern. Warum kann z.B. bei Facebook politische Werbung auch außerhalb der Wahlzeiträume betrieben werden. Im TV und Radio ist es jedoch weiterhin verboten? Hier werden Nutzer quasi gezwungen, ihr Geld nicht beim lokalen Anbieter auszugeben. Für die Finanzierung brauchen wir dringend Lösungen, die eine Grundfinanzierung des lokalen Journalismus gewährleisten. Vergessen sollte man aber auch nicht den Austausch von Programmideen zwischen den Veranstaltern. Dazu gehören aus meiner Sicht auch gute Werbeformate. 
 
Welche Rolle spielen die Landesverbände und der Bundesverband dabei?
Der Bundesverband hat im letzten Jahr einige Diskussionen angeregt und mit verschiedenen Politikern Gespräche geführt. Auch die Landesverbände waren sehr aktiv. Selbstkritisch möchte ich jedoch sagen, es ist immer noch zu wenig.

05.07.2017

„Eine Implosion ist nicht mehr auszuschließen“

Wie wird Journalismus in Zukunft finanziert? Statement von René Falkner, Vorsitzender des Bundesverbandes Lokalfernsehen (BLTV)

Berlin, 05.07.2017 – In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ fordert ProSiebenSat.1­Vorstand Conrad Albert einen Anteil an den Gebührengeldern der öffentlich­rechtlichen Sender. Eine Forderung, die der Bundesverband Lokalfernsehen (BLTV) für die lokalen und regionalen Sender in Deutschland bereits seit fünf Jahren erhebt.

Dass eine zentrale BLTV­Forderung nun auch von einer der zwei großen Privat­TV­Gruppen übernommen wird, belegt die Dimension eines unterschätzten gesellschaftlichen Problems. Die entscheidende Frage lautet: Wie soll Journalismus in privaten Medien künftig finanziert werden? Durch die Digitalisierung und die Entwicklung der Plattformen ist das duale Rundfunksystem auf gleich mehreren Ebenen erheblich ins Wanken geraten. Deutliche Veränderungen auf dem Inhalte­, Werbe­ und Zuschauer­/Nutzermarkt werden nicht allein durch aktuelle Gutachten bestätigt, sondern sind seit Jahren im Alltagesgeschäft der Medienhäuser ablesbar.

Inhalte: Auf dem Markt für Spielfilme, Serien und Sportrechte mischen inzwischen internationale Player mit, die nicht an das Verbreitungsgebiet Deutschland gebunden sind. Dies führt zu steigenden Preisen bei Sportrechten und internationalen Spielfilmen. Unternehmen wie Facebook zeigen nun die Bereitschaft, drei Millionen Euro in eine Serienfolge zu investieren; deutsche TV­Anbieter sind bei diesen Summen aus dem Rennen. Hinzu kommen unabhängige Anbieter von Inhalten über ebenfalls globale Plattformen wie YouTube, die – im Gegensatz zu den in Deutschland unter zahlreichen Auflagen lizensierten audiovisuellen Medien­, aktuell an keine Lizenzauflagen gebunden sind. Das ist eine Herausforderung für die Medienpolitik.

Werbemarkt: Was auf dem ersten Blick noch stabil aussieht, erweist sich auf dem zweiten Blick als brüchig. Werbung wandert in die sozialen Netzwerke und Portale ab. Viele dieser Netz­Anbieter beschäftigen nur wenige oder gar keine Mitarbeiter in Deutschland. Werbung im Netz wird adressierbarbar, Algorithmen steuern die Ausspielung.

Zuschauer/Nutzer: Die junge Generation wächst nicht mehr mit dem großen TV­Gerät als „Tor zur Welt“ auf. Dieser Prozess ist nicht umkehrbar, das klassische Fernsehen verliert an Reichweite. Dies führt zu Veränderung auf dem Werbemarkt, wodurch den klassischen Medien deutlich weniger Mittel für die Produktion von journalistischen Inhalten zur Verfügung stehen.

Fazit:
Die Lage ist ernst! Lokale und regionale Fernsehsender haben die weitreichenden Folgen der Digitalisierung frühzeitig zu spüren bekommen. Hohe technische Umrüstungskosten und ein zusammenbrechender Markt für Inhalte, Werbung und ein Abwenden von Zuschauern vom klassischen Fernsehen haben in den vergangenen fünf Jahren gleich mehrere Anbieter zur Aufgabe ihres Geschäftes gezwungen.

Der Vorschlag der ProSiebenSat.1­Gruppe ist daher nachvollziehbar und zeigt die Schieflage, in der sich längst nicht mehr nur lokale und regionale Medien befinden. Eine Implosion des privaten Sektors in den nächsten Jahren ist inzwischen nicht mehr auszuschließen, wenn das Duale System nicht reformiert wird. Hierzu sollte die Politik die Landesmedienanstalten mit den entsprechenden Kompetenzen und Mitteln ausstatten.

Der Bundesverband Lokalfernehen (BLTV) fordert daher eine gesellschaftliche Diskussion über die unabhängige Finanzierung von Journalismus in Deutschland. Nur so können die Medien ihrer Rolle als „4. Gewalt“ nachkommen, die ein wichtiger Baustein unserer Demokratie ist und bleiben soll.

Für Interviewanfragen steht René Falkner, Vorsitzender des Bundesverbandes Lokalfernsehen (BLTV) gern zur Verfügung.

Gemeinsame Pressemitteilung von FRK Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation und BLTV Bundesverband Lokalfernsehen

Einladung zur Podiumsdiskussion: „Qualitätsjournalismus in lokalen und regionalen Rundfunksendern sichern“

Berlin, 6.6.2017

Welche Konzepte gibt es, lokalen und regionalen Rundfunk finanzierbar und zukunftssicher zu machen? Welche Chance hat eine Beteiligung der Sender am öffentlich-rechtlichen Rundfunkbeitrag? Darüber diskutieren

• Michael Theurer MdEP, Mitglied des FDP-­Bundespräsidiums
• René Falkner, Vorsitzender des Bundesverbandes Lokal-TV (BLTV)
• sowie weitere Vertreter von Hörfunksendern


auf der Podiumsdiskussion „Qualitätsjournalismus in lokalen und regionalen Rundfunksendern sichern“, organisiert vom Fachverbande Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) und unterstützt vom Bundesverbandes Lokalfernsehen (BLTV).

Moderation: Heinz-­Peter Labonte (FRK/Herausgeber MediaLABcom) und Marc Hankmann (Chefredakteur MediaLABcom).

Termin: Donnerstag, 22. Juni 2017, 14.00 Uhr
Ort: Hans-Dietrich-Genscher-Haus, Raum 1, Reinhardtstraße 14, 10117 Berlin

Die Teilnahme ist kostenfrei und steht allen Interessierten offen. Über eine kurze Teilnahmebestätigung an presse@lokal-tv.de würden wir uns sehr freuen.

Für Veranstaltung- und Interviewanfragen steht Ihnen Heinz­-Peter Labonte unter 06136-996910 gern zur Verfügung.

Einladung zum 1. Lokalen Fernsehkongress Sachsen-Anhalt

Dieser 1. Lokale Fernsehkongress ist der Auftakt einer regelmäßigen Reihe, die alle zwei Jahre die medialen Entscheidungsträger des Landes mit den Fernsehverantwortlichen zusammenführt. Ziel ist es, das lokale Fernsehen in Sachsen-Anhalt qualitativ zu verbessern und Ansätze zu finden, die oft schwierige Finanzierung der Sender zu lösen und die pluralistische Medienlandschaft in unserem Bundesland zu stärken.

Gast der Veranstaltungseröffnung am 28.6.2017 ist u.a. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff.

Veranstaltungs- und Anmeldehinweise hier:    > Einladung     > Ablauf



Lokal-TV-Kongress 2017: Und jetzt bitte handeln!

Potsdam, 28.09.2017.
Mit dem Abschlussplenum „Wie geht’s weiter?“ ging heute der dritte Lokal-TV-Kongress in Potsdam der fünf ostdeutschen Landesmedienanstalten zu Ende.

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„Eine Implosion ist nicht mehr auszuschließen“

Wie wird Journalismus in Zukunft finanziert? Statement von René Falkner, Vorsitzender des Bundesverbandes Lokalfernsehen (BLTV)

05.07.2017

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Einladung zur Podiumsdiskussion: „Qualitätsjournalismus in ...

Gemeinsame Pressemitteilung von FRK Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation und BLTV Bundesverband Lokalfernsehen

Berlin, 6.6.2017

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REGIOSTAR 2017 für beste Leistungen im Lokalfernsehen vergeben

Gemeinsame Pressemitteilung von Der Deutscher Regionalfernsehpreis und BLTV Bundesverband Lokalfernsehen

Stralsund, 26.03.2017

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BLTV begrüßt CDU - Vorschlag zur Finanzierung der lokalen TV...

Vorstand Labonte: Realitätsferne Einschätzung des DJV zum Thema Lokalfernsehen

13.01.2017

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BLTV begrüßt Förderung der Integrationsleistung von Lokal-TV

Vorstand Falkner: Lokalfernsehen trägt zur Ent-Emotionalisierung vor Ort bei

21.04.2016

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